So schnell verging die zweite Woche

Hey!

Wahnsinn, nun ist schon wieder eine Woche vorbei. Eine Woche voller Erlebnisse und neuer Bekanntschaften. Nun kann ich wohl wirklich behaupten, dass ich mich eingelebt habe. Gluecklicherweise, und darueber bin ich wirklich sehr froh, geht hier alles seinen Gang.

Nachdem ich euch letzte Woche vom ersten Clubbesuch geschrieben hatte, fuhr ich noch einmal zu meiner neuen Wohnung, um eine Art Kaution zu zahlen. Etwa eine halbe Stunde werde ich dann immer brauchen, um von dort an die York University zu kommen. Wie ich mir nun mehrmals habe bestaetigen lassen, ist die Wohnung gut gelegen und der Preis super. Nach Downtown braucht man dann ebenfalls etwa eine halbe Stunde – und, wichtig fuer die naechsten Clubbesuche, auch nachts kommt man relativ schnell (etwas ueber eine Stunde 😉 ) mit dem Bus nach Haus. Auch die Vermieter machten erneut einen guten Eindruck, so dass ich mich freue, am 01.11. dort einzuziehen.

Am Dienstag Abend habe ich dann einen echten Gluecksgriff gemacht. Durch Zufall habe ich von einem Buddy Programm gelesen. Dort bekommt jeder Austauschstudent einen Mentor zugewiesen. An besagtem Abend war dann ein Social Event – kurzum einfach ein Treffen, um sich ein bisschen kennenzulernen. Dabei habe ich dann Studenten aus aller Welt kennengelernt (natuerlich auch aus Deutschland). Eine ganz witzige Idee war es, Kuerbisse auszuhoelen und zu dekorieren. Nach dem eigentlichen Event sind wir dann noch in eine Bar gegangen, um noch ein Bier zu trinken.

Am Mittwoch ging es dann weiter mit einem Deutschen Stammtisch in einem Pub in Downtown. Zum Glueck waren aber sehr viele Nicht-Deutsche da, so dass ich kaum ein Wort Deutsch gesprochen habe. Ein Kanadier hat mich dann zum Ende des Abends noch zu seinem Geburtstag eingeladen – sehr nett, die Menschen hier, wenn man einmal ins Gespraech gekommen ist. Und diese Stammtische sind auch eine tolle Gelegenheit, um die verschiedensten Menschen kennenzulernen. Es gibt hier eine Webseite (meetup.com) an der Meetup-Gruppen zu den verschiedensten Sachen angeboten werden und jede Gruppe veranstaltet dann Treffen. Da werde ich in naechster Zeit noch ein bisschen suchen, wo ich noch hingehen koennte.

Da ich gehoert habe, dass in diesem besagten Pub (Madison Pub) am Wochenende immer Livemusik sein soll, bin ich mit ein paar Leuten am Freitag direkt noch einmal dort hingegangen. Und es war wirklich klasse – ein Typ hat mit seiner Gitarre super Stimmung gemacht. Fuer alle Muenchen-Freunde: Stellt euch den Pub einfach so vor, wie den Kilians (nur um ein Vielfaches groesser).

Am Samstag bin ich dann Nachmittags nach Downtown gefahren, um mir noch einmal die Stadt ein bisschen anzuschauen. Dabei bin ich zufaellig ueber eine Veranstaltung gestolpert namens Zombie Walk. Hunderte Leute haben sich wie Zombies angezogen und angemalt. Echt verrueckt! Bilder folgen. Nein, ich habe immer noch keinen Kartenleser, aber die Handybilder kann ich hochladen. Der guenstigste Kartenleser, den ich bisher gefunden habe, kostete 25 Euro. Das war mir dann doch etwas zu teuer. Ich werde mich die Tage mal bei eBay und Amazon umschauen.
Nach dem Zombiewalk bin ich in den St. Lawrence Market gegangen, ein grosser Essensmarkt mit allem, was man sich so vorstellen kann. Fleisch, Fisch, Kaese, Wein, Obst und Gemuese, an nichts fehlt es. Von National Geographic wurde er als weltbester Food Market ausgezeichet.
Danach hatte ich mich zum Abendessen verabredet und schliesslich sind wir wieder in einen Club (London Tap House) zum Feiern gegangen. Diesmal mit deutlich laengeren Roecken, nicht ganz so laut aber dennoch genauso gut! Und dank Beziehungen mit kostenlosem Eintritt :-)!

Naechstes Wochenende wird dann ganz im Zeichen Halloweens stehen. Halloween ist dieses mal innerhalb der Woche, deswegen wird die Feierei ein paar Tage nach vorn verschoben. Derzeit ueberlegen wir am Samstag in einen Freizeitpark zu fahren – mal schauen, ob das klappt.

In der Woche habe ich jetzt auch gut zu tun, denn ich habe meine erste Aufgabe bekommen. Unser derzeitiger Roboter macht zwar im Prinzip das, was er machen soll. Jedoch kann man in der Zeit getrost einen Kaffee trinken gehen, weil alles ziemlich lang dauert. Relativ schnell habe ich herausgefunden, woran das liegt und werde nun versuchen die entsprechenden Funktionen zu optimieren. Dank meiner hervorragenden Vorlesungen in Ilmenau (man muss die Werbetrommel ja etwas ruehren) weiss ich prinzipiell auch, wie ich das angehen muss. Aber wie es dann so in der Praxis immer ist: Genau so, wie gelernt, geht es dann eben doch nicht. Weiterhin ist am Dienstag dann der grosse Tag, an dem unser neuer Roboter (http://www.youtube.com/watch?v=cgqPdMPqzBI) ankommt. Da werde ich auch einiges mit helfen koennen. Schoen ist, dass ich mir meine Aufgaben selbst aussuchen kann. Fuer den neuen Roboter werden wir wohl das bestehende Softwarepaket komplett neu aufbauen und ich kann mir dann dabei einen Teilbereich aussuchen (Pfadplanung, Objekterkennung, Hindernisvermeidung etc.). Dabei faellt mir gerade ein, dass ich noch einmal schreiben sollte, dass die Arbeitsbedingungen hier echt super sind!

So, nun seid ihr wieder auf aktuellem Stand. Ein Dank an alle, die mir per Facebook / ICQ / Mail geschrieben haben. Ich freue mich immer, von euch zu hoeren :-)!

Euer Tobi