Endlich wieder Abenteuer

Hallo zusammen,

Es ist wieder an der Zeit, ein wenig von Singapur zu berichten. Das lange Wochenende haben wir dazu genutzt, das MacRitchie Reservoir zu besuchen. Man kann gar nicht glauben, dass mitten in dieser Millionenstadt voller Hochhaueser und buntem Treiben noch ein solch grosser Naturpark existiert. Nachdem wir ausgiebig gefruehstueckt hatten, machten wir uns auf die – lange – Reise. Wir wussten vorher schon, dass es eine groessere Wanderung wird. Was wir nicht wussten: Im Gegensatz zum restlichen Singapur gibt es im ganzenPark nirgends etwas zu Essen. Also hungerten wir einige Stunden ;-).

Es hat sich jedoch gelohnt. Riesige Baeume, ueberall kleine Affen, fledermausartige Tiere, grosse Raupen und vieles mehr war zu bestaunen. Ich habe ein paar Bilder angehangen, damit ihr euch selbst ein Bild machen koennt. Am Ende des Tages sind wir dann voellig geschafft in ein Foodcourt gegangen und danach haben wir wohl alle gut geschlafen ..

Das war aber noch nicht das Abenteuer, dass ich euch erzaehlen wollte. Von einem ehemaligen Arbeitskollegen wurde ich gefragt, ob ich nicht am Samstag zum Wakeboarden mitkommen moechte. Da konnte ich natuerlich nicht nein sagen – und mit einem Mal war ich mit 37 (ja, 37) Filipinos unterwegs zum Wakeboarden. Mit der Faehre sind wir nach Batam, einer indonesischen Insel gefahren. Schon am Hafen in Singapur ging das Abenteuer los: Auf meinem Ticket war mein Geburtsdatum falsch und ich war als Nationalitaet Filipino, auf den Philippinen geboren. Auf mehrmalige Nachfrage versicherten mir die Jungs, dass das kein Problem sei. Nungut, auf der Faehre klappte wirklich alles problemlos. Dort angekommen sagten sie mir, dass wir nicht (wie alle anderen) an der langen Schlange zur Einreise anstehen sondern unsere Paesse gesammelt abgeben und dann im Laufe des Tages wiederbekommen. Das war dann selbst mir zu viel – meinen Reisepass abgeben? Das ist mein Ein und Alles hier in Singapur. Aber sie wollten es so und ich gab mein Reisepass ab – immer noch mit falschen Angaben auf der Einreisekarte. Als einziger musste ich noch 10 USD fuers Visum zahlen, die habe ich einfach in den Pass gelegt. Und dann sind wir tatsaechlich an allen anderen vorbeistolziert und waren in Indonesien.

Das Sicherheitsgeraet, das auf Metall prueft, war natuerlich defekt; wie sollte es anders sein. Ueberall sonst wuerde man dann wohl per Hand abtasten, nicht aber in Indonesien. Kaum in Indonesien, waren wir auch schon im CableSkiPark (cable-ski.com fuer Bilder). Wakeboarden ist wohl ein bisschen wie Snowboarden auf Wasser. Zunaechst faengt man auf einem Kneeboard an, ein bisschen das Feeling zu bekommen. Das geht relativ schnell und einfach – fast jeder kann gleich zu Beginn ein paar Runden drehen (eine Runde geht zwei Minuten). Man kniet im Sitzen mit den Knien – wie der Name schon sagt – in dem Board und wird dann gezogen.

Ganz im Gegensatz dazu Wakeboarden – dort dauert es ewig, bis man endlich mal ein paar Meter gefahren ist. Man muss relativ viel beachten und die Motorik muss sich erst langsam daran gewoehnen. Am Ende des Tages habe ich es dann geschafft, eine komplette Runde zu drehen. Ab da war ich nur noch der “lucky boy”, weil die meisten anderen Anfaenger immer noch nach 5 Meter im Wasser lagen :-).

Neben dem Wakeboarden war es auch sehr schoen, nur mit Filipinos unterwegs zu sein. Die hatten ihren Spass – mit ca. 5 Flaschen Wodka + einigen Dosen Bier, die am Ende des Tages leer waren .. nebenbei sind sie aber immer noch Wakeboard gefahren, die waren also recht trinkfest.

Anstrengend war das ganze auch. Bis heute merke ich den Muskelkater – aber ich werde versuchen, unbedingt noch einmal hinzugehen. Fuer das naechste Mal wurde ich bereits eingeladen, mal schauen, ob ich dann noch hier bin. Die Gruppe geht wohl ca. einmal im Monat.

Also, ihr seht, mir wird hier nicht langweilig. Ich hoffe euch zu Hause geht es allen gut? Meldet euch mal!
Viele Gruesse, euer Tobi